News Dezember 

*** Landvogthaus im "Industriespionage"-Programm. Am 7. Mai und am 3. September jeweils von 14 bis 15 Uhr öffnet das Landvogthaus in Nidfurn seine Türen für Teilnehmer der "Industriespionage". Das Glarner Angebot, bei dem diverse Industrie- und Kulturbetriebe (auch die Spinnerei Daniel Jenny im Sand in Haslen) besichtigt werden können, ist einzigartig. Die Teilnehmerzahl ist aber jeweils beschränkt; eine Anmeldung unter 055 610 21 25 erforderlich. Ihren Aufwand decken die Betriebe mit einem Eintrittsgeld von (meist) 10 Franken pro Teilnehmer*in. Im Landvogthaus sind sowohl die touristischen Angebote, vier historisch eingerichtete Hotelzimmer, als auch die im ganzen Haus verteilten musealen Ausstellungsstücke zu besichtigen.

*** Überalterung rückläufig. Noch 1941 zählte Nidfurn 8.6 Prozent Personen, die älter als 60 Jahre waren, exakt Schweizer Durchschnitt. Schwanden lag damals mit 10.4 Prozent leicht drüber. Anders als im Schweizer Mittel, das nur langsam anstieg und 2015 18 Prozent erreichte, nahm die Zahl der SeniorInnen in Nidfurn rapide zu, bis 1980 auf 30.8 Prozent (Schwanden: 22 Prozent). Seither allerdings hat sich das Dorf wieder verjüngt, wohl vor allem mit der Überbauung Addacher. Im Jahre 2000 gab es 20.2 über 60-Jährige, 2010 nur noch 18.2 Prozent (zusammen mit Haslen und Leuggelbach).  Diese Zahlen sind seit Kurzem beim Bundesamt für Statistik auf interaktiven Gemeinde-Karten frei verfügbar (www.census1850.bfs.admin.ch). Deutlich wird dabei auch, dass Nidfurn seit 1850 immer einen unterdurchschnittlichen Ausländeranteil bei der Wohnbevölkerung hatte, 1860 etwa bloss 0.6 Prozent,  also wohl zwei Personen. Höhepunkt bildete das Jahr 2000 mit 12.4 Prozent. Schwanden hatte in diesem Jahr gar doppelt soviele. Spannend schliesslich auch das Geschlechterverhältnis in der Wohnbevölkerung. Von 1850 bis 2000 hatte Nidfurn immer einen leichten Frauenüberschuss. Krass: 1930 wohnten in Schwanden nur 47.6 Prozent Frauen, in Nidfurn aber 55.4 Prozent. Ob da die jungen Schwander öfters in Nidfurn auf Brautschau waren?

*** 18 Seiten Nidfurn im "Neujahrsboten". Dank dem regen Chronisten Hans Luchsinger kommt Nidfurn Ende Jahr immer zu seiner kleinen Geschichtsschreibung. In der 54. Ausgabe des Jahrsbuchs geht es wie gewöhnlich um das Leben der drei Vereine im Dorf, aber auch um die Aktivitäten der Glarner Vereine, die in Nidfurn mit Golf, Langlauf und Bogenschiessen das Freizeitangebot erweitern. Im Mittelpunkt des Berichts steht dieses Jahr der Brand im Haus des früheren Dorfladens (bis 2007) an der Hauptstrasse 34. Jetzt, fast ein Jahr nach dem Brandausbruch am 8. Januar,  kommt das Haus an der Hauptstrasse gegenüber dem Schulhaus sogar gefälliger als vorher daher.

*** Seit mehreren Jahren versucht die Stiftung ihren Zweck geringfügig zu erweitern und neben dem Ortsbildschutz auch die Förderung der kulturellen Identität zu unterstützen. Das kann auf 2020 nun realisiert werden. Neu geht es nicht nur um den Erhalt schützenswerter Bauten wie die diversen Blumerhäuser, die "Hirschenreihe" oder das "Aecherli" sondern auch um die Förderung von "Projekten, die in Nidfurn identitätsstiftend wirken" (siehe "Über uns"). Ausgabenmässig ist der zweite Zweck dem ersten aber nachgeordnet.

*** Im Rahmen des Ausbauschrittes 2030 bis 2035 des öV Schweiz wird der winzige Bahnhof Leuggelbach zur Begegnungsstelle für die S 25 samt Unterführung ausgebaut. Das bedeutet, dass dannzumal auch im Bahnhof Nidfurn-Haslen die Züge im Halbstundentakt verkehren werden. Hier im Bild  rechts verläuft die Bahnstrecke nach dem Bahnhof Nidfurn-Haslen entlang der Linth.